Erkennen
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Mauerassel (*Oniscus asellus*) ist ein terrestrisch lebendes Krebstier aus der Ordnung der Asseln (Isopoda). Adulte Mauerasseln erreichen eine Körperlänge von 9 bis 16 mm, wobei einige Populationen bis zu 18 mm lang werden können. Ihr Körper ist länglich-oval und dorsoventral abgeflacht. Die Oberseite (Dorsalseite) adulter Tiere ist glatt und glänzend. Die Grundfarbe variiert von schiefergrau bis graubraun, oft mit unregelmäßigen, hellen oder gelblichen Flecken, die symmetrisch entlang der Dorsalseite angeordnet sind. Diese Flecken können der Tarnung zwischen verrottender Vegetation dienen. Juvenile Mauerasseln haben ein raueres Exoskelett mit kleinen Tuberkeln und manchmal einem blasseren oder orangefarbenen Muster, was einen Kontrast zum glatteren Aussehen adulter Tiere nach der Häutung bildet. Der Körper von *Oniscus asellus* besteht aus 14 Segmenten, davon 7 Thoraxsegmente (Pereon) und 7 Abdominalsegmente (Pleon), einschließlich des Telsons. Das Exoskelett ist eine starre Cuticula, die mit Calciumcarbonat imprägniert ist, hauptsächlich in Form von Calcit und amorphen Ablagerungen. Diese Verkalkung bietet mechanischen Schutz und verhindert die Austrocknung in terrestrischen Umgebungen. Die weißen Flecken auf der Dorsalseite dienen als Calciumspeicher. Die Mauerassel besitzt sieben Beinpaare (Pereopoden), die an den Thoraxsegmenten befestigt sind und der Fortbewegung dienen. Die Uropoden, paarige Strukturen am letzten Abdominalsegment, bilden einen Schwanzfächer, der der Stabilität und sensorischen Wahrnehmung dient. Die Antennen bestehen aus zwei Paaren: einem kurzen primären Paar für die Chemorezeption und einem längeren sekundären Paar, das oft unter dem Kopf gefaltet ist und mit Aesthetasken zur Erkennung von Feuchtigkeit und Nahrungsquellen ausgestattet ist. Die Atmungsorgane befinden sich an den Pleopoden der Abdominalsegmente und ermöglichen den Gasaustausch. Die Augen sind zusammengesetzt und bestehen aus mehreren Ocellen, die seitlich am Kopf angeordnet sind und dem Lichtempfang dienen. Chemorezeptoren an den Antennen und Mundwerkzeugen dienen der Wahrnehmung von Feuchtigkeit und organischem Material.[1] Im Gegensatz zu Arten der Gattung *Armadillidium* kann sich *O. asellus* nicht zu einer Kugel zusammenrollen. Die Häutung erfolgt in zwei Phasen: Zuerst wird das hintere Exoskelett abgeworfen, gefolgt vom vorderen Teil etwa 1-2 Tage später. Dieser gestaffelte Ansatz ermöglicht es dem Tier, während des Prozesses einen teilweisen Schutz und Mobilität zu erhalten.[1] Geschlechtsdimorphismus ist bei *O. asellus* nur schwach ausgeprägt.[1]
*Oniscus asellus*, gemeinhin als Mauerassel bekannt, ist eine terrestrische Krebsart aus der Ordnung der Asseln (Isopoda) und der Familie der Kellerasseln (Oniscidae). Sie zeichnet sich durch einen grau-braunen, länglichen, ovalen Körper aus, der bis zu 18 mm lang werden kann. Adulte Tiere haben eine glatte, glänzende Rückenfläche und unregelmäßige helle Flecken. Die Art besitzt sieben Segmente, von denen jedes ein Beinpaar trägt, dreigliedrige Antennen und Uropoden an der Spitze des Pleons, wodurch sie sich von ähnlichen Asseln unterscheidet. Jungtiere weisen eine rauere Textur mit Tuberkeln und manchmal ein oranges Muster auf.[1] Ursprünglich in Europa beheimatet, ist *O. asellus* eine der größten und häufigsten Asselarten auf den Britischen Inseln, in West- und Nordeuropa. Durch die Ausbreitung durch den Menschen hat sie sich mittlerweile kosmopolitisch verbreitet und ist auch in Nordamerika und anderen gemäßigten Regionen zu finden. Sie lebt in feuchten, geschützten Lebensräumen wie Wäldern, Gärten, Hecken, Wiesen, Küstengebieten und städtischem Brachland und bevorzugt feuchte Böden mit einem pH-Wert von etwa 5-7, die reich an organischer Substanz sind, während sie trockene, wassergesättigte oder stark bearbeitete Umgebungen meidet. Als Detritusfresser spielt sie eine wichtige ökologische Rolle bei der Zersetzung, indem sie sich hauptsächlich nachts von verrottendem Pflanzenmaterial, Laubstreu und Pilzen ernährt, wobei sie chemosensorische Detektion nutzt. Gelegentlich kann sie jedoch auch Sämlinge in landwirtschaftlichen Betrieben schädigen. Die Art ist bei feuchten Bedingungen das ganze Jahr über aktiv, wobei die Fortpflanzung eine nächtliche Paarung beinhaltet, bei der die Männchen mit ihren Vorderbeinen trommeln, um die Weibchen anzulocken, bevor sie Spermatophoren übertragen. Die Weibchen brüten die Eier 3-4 Wochen lang in einem ventralen Marsupium aus und bringen 10-50 Nachkommen pro Gelege hervor.[1] *O. asellus* verteidigt sich, indem sie eine giftige Flüssigkeit aus den Uropodaldrüsen absondert und wird von Spinnen, Laufkäfern und Hundertfüßern gefressen. Außerdem wird sie von Fliegen wie *Melanophora roralis* in geringem Maße parasitiert. Genetisch weist sie aufgrund ihrer hohen Abundanz und passiven Ausbreitung durch Wind, Wasser oder menschliche Aktivität eine geringe Differenzierung zwischen nahe gelegenen Populationen auf und wird von dem feminisierenden Bakterium *Wolbachia* beeinflusst, das das Geschlechterverhältnis verändern kann.[1] Insgesamt wird *O. asellus* von der IUCN in Großbritannien als "Least Concern" eingestuft, was ihre weitverbreitete Anpassungsfähigkeit trotz ihrer Empfindlichkeit gegenüber Temperaturschwankungen und Austrocknung widerspiegelt. Die Art ist nicht in der Lage, sich zu einer Kugel zusammenzurollen, sondern verlässt sich stattdessen auf ihre abgeflachte Form und schnelle Bewegung, um zu entkommen.[1] Die Färbung von *O. asellus* ist überwiegend schiefergrau bis graubraun, oft mit unregelmäßigen hellen oder gelblichen Flecken, die symmetrisch entlang der Rückenfläche angeordnet sind, was der Tarnung zwischen verrottender Vegetation dienen kann.[1]
Systematik
Name & Einordnung
Die Mauerassel, wissenschaftlich als *Oniscus asellus* bezeichnet, ist eine Art der Landasseln (Oniscidea) innerhalb der Ordnung der Isopoda (Asseln).[1] Die Erstbeschreibung erfolgte 1758 durch Carl Linnaeus in der 10. Auflage seines Werkes *Systema Naturae*. *Oniscus asellus* ist die Typusart der Gattung *Oniscus*, festgelegt durch spätere Designation von Audouin im Jahr 1823. Der Gattungsname *Oniscus* stammt aus dem Altgriechischen ὀνίσκος (oniskos), einer Verkleinerungsform von ὄνος (onos), was so viel wie "Esel" bedeutet und sich auf die Körperform und Farbe der Assel bezieht. Das Artepitheton *asellus* ist ebenfalls lateinischen Ursprungs und bedeutet so viel wie "kleiner Esel", eine weitere Anspielung auf das eselartige Aussehen.[1] Im Laufe der Zeit sind verschiedene Synonyme für *Oniscus asellus* entstanden, darunter *Oniscus affinis* Say, 1818, *Oniscus fossor* C. Koch, 1838, *Oniscus lamperti* L. Koch, 1901, *Oniscus languidus* L. Koch, 1901 und *Porcellio limatus* Fitch, 1855. Diese alternativen Bezeichnungen resultierten aus Beschreibungen morphologisch ähnlicher Exemplare, die oft zu Verwechslungen mit verwandten Arten wie *Porcellio scaber* führten.[1] Die Mauerassel ist auch unter verschiedenen Trivialnamen bekannt. Im Englischen wird sie als "common shiny woodlouse" oder "skirted isopod" bezeichnet.[1]